Gemeinde als Projektträger von LEADER-Projekten

Aus der Gemeinde Wenden sind bislang folgende LEADER-Projekte vorgeschlagen worden:

 

  • Freilandlabor FLEX, Schönau
  • Antoniuspark, Gerlingen
  • Waldkindergarten, Wenden
  • Wendebachtal, Wenden
  • Generationentreffpunkt, Dörnscheid
  • BiggeBuch, Heid
  • Pumptrack-Bahn, Gerlingen
  • Erlebnisraum Bigge – Wasserthemenweg (Vorschlag der UWG-Ratsfraktion)

Den LEADER-Projekten wird große Bedeutung für die infrastrukturelle Weiterentwicklung unserer Gemeinde beigemessen. Aus diesem Grund hat schon der Alt-Bürgermeister Peter Brüser wie jetzt auch sein Amtsnachfolger Bernd Clemens bei vielen öffentlichen Gelegenheiten, z. B. in Bürgerversammlungen,  für die Beteiligung an LEADER geworben.

Richtigerweise sind eben wegen der Wichtigkeit von LEADER bisher alle damit zusammenhängenden Angelegenheiten im Gemeinderat behandelt bzw. beschlossen worden.

Auf Antrag der UWG-Fraktion beschloss der Gemeinderat am 14. 12. 2016, dass er, und nicht der vom Bürgermeister vorgesehene Haupt- und Finanzausschuss entscheiden wird, ob im begründeten Fall die Gemeinde als Projektträger eines LEADER-Projekts agiert.

Die Zuständigkeit des Rates ergibt sich aus dessen Budgetrecht („Hoheit über die Gemeindefinanzen“), argumentierte die UWG-Fraktion. Schließlich kommt die Gemeinde als Projektträger auch als Kostenträger in Betracht. Die Übernahme eines Eigenanteils von 35% der Projektkosten bei max. 65% EU/-Landes-Förderung ist obligatorisch.

Gleichzeitig beschloss der Gemeinderat eine Anschubfinanzierung von 3.000 Euro je LEADER-Projekt.

Darüber hinaus verleiht eine  Mehrheitsentscheidung des Gemeinderates dem jeweiligen LEADER-Projekt eine der Sache angemessene politische Gewichtung in der Öffentlichkeit.

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LEADER-Projektvorschlag der UWG-Ratsfraktion

 

 

 

BiggeLand-Echt.Zukunft

ist der (Marken-)Name der Leader-Region Attendorn, Olpe, Wenden, Drolshagen. Diese Bezeichnung schreit förmlich danach, den Fluss Bigge als verbindendes Element als Leaderprojekt aufwertend zu gestalten. Dazu reichen wir folgenden Vorschlag ein.

  1. Projektname (vorläufiger Arbeitstitel)

 „Erlebnis-/Landschaftsraum Bigge“ (Wendener Bigge/Wasser – Themenweg?)

 2. Handlungsfeld

Das Projekt entspricht im Wesentlichen dem Handlungsfeld 4 der Leader-Bewerbungs-Richtlinien:

  • Die Erlebnisqualität der (Nah-)Erholungsregion „Wendener Land“ durch das Projekt der einheimischen Bevölkerung und Besuchern bewusster machen
  • Das Element Wasser auf moderne, ansprechende und pädagogische Weise und durch Selbsterfahrung näher bringen
  • Umwelt- und Naturbewusstsein fördern, sowohl bei (Schul-)Kindern als auch bei Erwachsenen
  • Verbesserung des Freizeit-/Erholungswertes der Bürgerinnen und Bürger, die die Besonderheit ihrer Heimat erleben
  1. Projektthemen

  Ausgewählte Projektschwerpunkte sind die Themenbereiche

  • Ursprung des Wassers
  • Lauf des Wassers
  • Tiere/Pflanzen im/am Wassers
  • Erlebnis-/Spielorte im/am Wasser
  • Kraft des Wassers
  • Spiel des Wassers
  • Kunst im/am Wasser
  1. Projektmaßnahmen

Nachfolgend einige Beispiele, Ideensammlung, ohne Rangfolge/Gewichtung, ergänzende Beiträge/Alternativen ausdrücklich erwünscht;  letztendlich bleibt das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie abzuwarten, welche Einzelmaßnahmen praktisch umgesetzt werden können.

Schaffen von attraktiven und interessanten Erlebnis-/Anziehungspunkten, interaktiven Stationen, Informationsstellen und Ruhe-/Spielzonen, z. B.

  • beginnend an der Quelle in Römershagen
    • diese freilegen, attraktiv und informativ gestalten (was ist Wasser chemisch/physikalisch, „wie“/“warum“ kommt es hier aus der Erde, usw.)
  • entlang des weiteren Flusslaufes – an geeigneten Stellen:
    • Ansiedeln von standortgeeigneten Pflanzen und Tiere am/im Wasser
  • Kraft, Energie des Wassers
    • Aktive Selbstversuche: Beispiel: Wie hoch kann man durch sein Gewicht Wasser spritzen lassen
    • Mini-Modellkraftwerk zur Stromerzeugung, Wasserrad
  • Leben im Wasser
    • Kleintiere sichtbarer machen durch „Unterwassersehrohre“
  • Ruhezonen
    • Zugang zu Uferzonen, zum Wasser (Beobachtung des „Wasserspiels“)
    • Picknick-Terrassen
    • Barfußstege
  • Wasserspiel- und erlebnisplätze (nicht nur für Kinder)
    • a. Hängebrücke oder Hängefähre über den Fluss oder Teich
  • Für die Kleinen/Schulkinder
    • „Besuch beim Wassermann“,
    • Spiel des Wassers/Wasserspiele
    • Wasserschule
    • Naturnaher Bio-/Ökologieunterricht
  • Stärkeres Einbinden der Wendener Hütte
    • ohne das Biggewasser hätte es die gar nicht gegeben
  • Info-/Schautafeln mit örtlichem Bezug
  • Ertüchtigungspunkte/-strecken
    • Trimm-Dich-Geräte (?)
  • Schutz des Wassers, Klären des Schmutzwassers
    • Gehört auch zum Wasserkreislauf
    • Wie wird aus Schmutzwasser wieder sauberes Biggewasser?
    • Einfaches Mini-Modell einer Kläranlage (durch Ruhrverband!?)
  • Wasserkunst
    • Skulpturen, Plastiken – möglichst mit Bezug zum Wasser
  1. Projektziel/-ergebnis
  • Hoher Freizeitwert für Einheimische
  • Für Fremde/Besucher günstige Verkehrslage am AB – Kreuz
    • auch Schulbesuche/-fahrten
  • „Wendener Wasser –Themenweg“ als innovatives Marketingprodukt
    • Gemeinde Wenden muss „Marke“ werden (so BM)
  • Alleinstellungsmerkmal, in der Region nichts Vergleichbares
  • Besonders angesprochen werden auch Radfahrer und Wanderer durch direkten Zugang zu interessanten Bastionen
  • Belebung der (angrenzenden) Gastronomie
  • Einbeziehung und Beteiligung der Wendener Hütte (und des Teiches) erhöht auch deren Anziehungskraft
  • Hinweis/Beschilderung an A 4 und A 45 mit „braunen“ Infotafeln auf lokale Sehenswürdigkeiten

 Projektträger

Aufgrund der Komplexität des Projektes, hier vor allem wegen

  • Vorabuntersuchung/Machbarkeitsstudie
  • Prüfung und Beachtung wasserrechtlicher Vorschriften und Belange der Fischerei
  • hohem bürokratischen Aufwand beim Antrags-/Förderungsverfahren
  • Bauaufsicht
  • Abrechnen der Maßnahmen, Finanzkontrolle

ist die Gemeinde  als Projektträger gefragt (wie es z. B. bei manchen Vorhaben im HSK der Fall ist).

  1. Bürgerbeteiligung, Zusammenarbeit, Sponsoring

An diesem anspruchsvollen Projekt können und sollen sich selbstverständlich Bürger und Bürgerinnen, Organisationen, Vereine und Unternehmen (u. a.) in Zusammenarbeit mit der Verwaltung  beteiligen und dieses mittragen.

  1. Mitgliedschaft im „Tourismusverband Lister-/Biggesee“

Durch Beschluss des Gemeinderates ist die Gemeinde dem „Tourismusverband Lister-/Biggesee beigetreten. Wenden ist zwar kein direkter Anrainer von Lister- oder Biggesee, gleichwohl ist die Gemeinde mit dem Biggesee insoweit verknüpft, als dass die Bigge, ohne die es den Biggesee nicht gäbe, im Wendschen entspringt und hier wohl ihren längsten Flusslauf hat. Aus dieser Sicht macht die Mitgliedschaft im Tourismusverband „Lister-/Biggesee“ erst richtig Sinn und kann zu Vorteilen im Tourismus und Fremdenverkehr führen, eigene Aktivitäten und offensives Marketing vorausgesetzt. Auch vor diesem Hintergrund ist die „Wendsche“ Bigge als Leader-Projekt aufzuwerten.

Schlusswort

Wenn wir die Gemeinde Wende weiterbringen, also zukunftsfähig machen wollen, dann dürfen wir uns nicht mit „Klein-Klein“ begnügen. Vielmehr müssen wir gemeinsam  (Bürger, Verwaltung, Politik, Vereine, Unternehmen, Organisationen u. a.) anspruchsvollere Prozesse einleiten und realisieren! In diesem Sinne ist der vorliegende Leader-Projektvorschlag als Fortschreibung des 10 Punkte-Plans des Bürgermeisters zu sehen.

Im Namen der UWG-Ratsfraktion und Kontakt:

Ulrich Heinrich, 57482 Wenden, Am Berge 5, 02762 5677, heinrich@uwg-wenden.info

 

 

 

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UWG für Beitritt zum Tourismusverband Lister-/Biggesee

Durch Beschluss des Gemeinderates ist die Gemeinde dem Tourismusverband „Lister-/Biggesee“ beigetreten. Wenden ist zwar kein direkter Anrainer von Lister- oder Biggesee, gleichwohl ist die Gemeinde mit dem Biggesee insoweit verknüpft, als dass die Bigge, ohne die es den Biggesee gar nicht geben würde, im Wendschen entspringt – und hier wohl ihren längsten Flusslauf hat.

flusslauf-bigge-2

Uriger Verlauf der Bigge nahe Wendenerhütte. Wegen langer Trockenperiode führt der Fluss relativ wenig Wasser

Die Bigge als verbindendes Element zwischen dem „Wendschen“ und dem Biggesee!

Erst vor diesem Hintergrund macht die Mitgliedschaft im Tourismusverband „Lister-/Biggesee“ erst richtig Sinn und kann zu Vorteilen im Tourismus und Fremdenverkehr führen, eigene Aktivitäten und werbewirksames Marketing (Gemeinde Wenden als Marke!) vorausgesetzt. Sonst werden wohl kaum nennenswerte Synergieeffekte eintreten – und Wenden bloß zahlendes Mitglied im Verband sein.

Damit genau das nicht eintritt, hat die UWG-Ratsfraktion ein LEADER-Projektvorschlag eingereicht, den Biggefluss ab Quelle als Natur- und Erlebnisraum in einem interaktiven „Wasserthemenweg“ darzustellen.

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