Weihnachtsgrüße

 Wir wünschen unseren Mitgliedern und Freunden  sowie allen Bürgerinnen und Bürgern in der Gemeinde Wenden besinnliche Feiertage und nach einem stimmungsvollen Jahreswechsel einen guten Start ins neue Jahr

Wir bedanken uns für Euer Vertrauen und Eure Unterstützung im zu Ende gehenden Jahr 2017!

(Foto: Gemeinde Wenden – Winterlandschaft Wendener Hütte)

Hünsborn – der Wasserträger für Wenden!?

In der Ratssitzung am 14. 12. 2017 echauffierte sich die örtliche CDU-Ratsfrau Angelika Henne (nicht zum ersten Mal) darüber, dass in Hünsborn eine zusätzliche Gewerbefläche oberhalb des Sportplatzes geplant wird. Während Wenden belohnt werde, indem dort nur Wohnbebauung vorgesehen sei, „soll Hünsborn immer der Wasserträger für den Zentralort sein“.

Ihr wird der Beifall der Gegner der Erweiterung, wozu wahrlich nicht alle Hünsborner zählen, sicher gewesen sein. Und ihr plakatives Gerede schaffte es sogar öffentlichkeitswirksam zur Titelzeile in die Lokalpresse. Was will man mehr. Ziel erreicht. Aber leider an der Sache vorbei.

Die von Hünsborner Seite, unter anderem von dem Grünen-Ratsherr Elmar Holterhof, wiederholte Forderung, nicht alle 10 ha Gewerbefläche in Hünsborn anzusiedeln, sondern einen Teil davon nach Wenden  zu verlagern, ignoriert  – wider besseres Wissen!? – das Ergebnis der Alternativprüfung potenzieller Flächen, wonach in Wenden, anders als in Hünsborn, keine geeignete Gewerbefläche vorhanden ist.

Bei der von Angelika Henne und Elmar Holterhof mehrfach angesprochenen Freifläche im Bereich Fa. Enik, die bisher noch nicht bebaut ist, handelt es sich um eine betriebsgebundene, betriebsnahe Fläche im Besitz der ansässigen Firma zum Zwecke der Erweiterung. Die Fläche wird nach dem Berechnungsmodell der Bezirksregierung folglich nicht dem Bedarf von insgesamt 15 ha Gewerbefläche angerechnet.

Die darüber hinausgehenden von der Landwirtschaft genutzten Flächen scheiden insbesondere wegen  „harter Kriterien“  aus. Aus dem Bereich Umwelt- und Naturschutz verhindern ein Landschaftsschutzgebiet und ein Biotopverbund ein Gewerbegebiet. Aus verkehrlicher Sicht sprechen die unverhältnismäßig hohen Erschließungskosten dagegen.  Zudem käme es zum Konflikt mit vorhandener Nutzung.

Fazit: Die vorgesehenen Flächen in Hünsborn (ca. 10 ha) und Ottfingen (ca. 5 ha) haben sich von allen 15 untersuchten als die geeignetsten erwiesen. Sie mögen keine Idealflächen – sogenannte Filetstücke – sein. Aber solche sind aufgrund der naturgegebenen Landschaftsform und der vorhandenen Infrastruktur der Gemeinde ohnehin nicht mehr zu finden.

In Hünsborn, das durch das erweiterte Gewerbegebiet West nicht zusätzlich belastet wird,  sollte man das endlich akzeptieren. Die überzogene, mitunter fanatische Kirchturmpolitik gegen den Zentralort Wenden geht nicht nur an der Realität vorbei, sie erscheint auch töricht. Und hilft Hünsborn bestimmt  nicht weiter!