„Ankerpunkt“ Wendener Hütte

In der  Machbarkeitsstudie zum Leader-Projektvorschlag der UWG-Fraktion „Bigge – Erlebnis-/Themenweg“  wird das technische  Kulturdenkmal Wendener Hütte als ein besonderer „Ankerpunkt“ herausgestellt.

Herbstliche Idylle an der Wendener Hütte

Die Studie unterbreitet dazu verschiedene Vorschläge für eine dem Projektthema  entsprechende Gestaltung, unter anderem

  • Obergraben als Kleinkinder-Wasserwerkstatt
  • Wasserschule
  • Pädagogisches Wasserlabor
  • Ausstellungen zum Thema Wasser

Insgesamt soll die Wendener Hütte als Alleinstellungsmerkmal (älteste Holzkohleofenanlage) gezielter herausgearbeitet und beworben werden.

Zwischenzeitlich haben zwei Landschaftsarchitektinnen  ihr Interesse an der konzeptionellen Umsetzung des  Projekts bekundet. Das weitere Vorgehen wird nach einem Gespräch, in dem die  beiden Damen ihre Vorstellungen konkretisieren sollen,  einvernehmlich mit dem Gemeinderat  beschlossen.

Ein Autobahnanschluss in Hünsborn?

A 45 – im Hintergrund der markante Zwiebelturm der Hünsborner Kirche

Die Besorgnis in Hünsborn, dass die  geplante  Erweiterung des Gewerbegebietes Hünsborn-West zu einem größeren Interkommunalen Gewerbegebiet (IKG) mit direktem Anschluss an die Autobahn 45 ausgeweitet werden könnte, ist eine Falschannahme, die auf folgendem Hintergrund beruhen könnte.

  1. Von der Landesregierung NRW wurde im November 2007 das von der Stadt Kreuztal und Gemeinde Wenden geplante IKB „Ostheldener Höhe“ (später Landhecke) von der Genehmigung im Regionalplan ausgeklammert und die Prüfung von Alternativstandorten bzw. die Erweiterung von bestehenden Gewerbegebieten vorgegeben. Gleichwohl wurde anerkannt, dass die Gemeinde Wenden einen zusätzlichen Bedarf an Gewerbeflächen hat.
  2. Daraufhin verwies die Bezirksregierung auf eine eventuelle Erweiterung des bestehenden Gewerbegebietes Hünsborn-West.
  3. Voraussetzung sei jedoch ein eigener Autobahnanschluss, um die jetzt schon bestehenden hohen Verkehrsbelastungen in Gerlingen und Büschergrund nicht noch zu verstärken. (Von Hünsborn war nicht die Rede.)
  4. Aufgrund dessen bat die Bezirksregierung die zuständigen Landesministerien um Prüfung, ob und mit welchem Zeitrahmen ein direkter Anschluss an die A 45 für dieses IKG zugesagt werden könne.
  5. Diese Prüfung hatte sich jedoch erledigt, nachdem die  Untersuchung des Gewerbegebietes Hünsborn-West zu keinem anderen Ergebnis führte, als dass es nach Ansicht der Bezirksregierung zu der ursprünglichen Planung  des IKG Landhecke keine bessere Alternative gibt, und dieses im Sommer 2008  im Nachhinein von der Landesregierung genehmigt und in den Regionalplan eingestellt wurde (und trotz Abbruch der Planung bis heute noch steht).
  6. Seit dem ist ein IKG mit eigenem Autobahnanschluss in Hünsborn vom Tisch. Was Uli Heinrich für die UWG-Ratsfraktion schon in der Ratssitzung am 18. 10. 2017 klar stellte.
  7. In dem neu aufzustellenden Flächennutzungsplan, der die Flächennutzung in der Gemeinde für die nächsten 15 – 20 Jahre vorgibt, ist weder ein Autobahnanschluss noch ein IKG (mit Freudenberg!?) in Hünsborn vorgesehen.

Wer – wider besseres Wissen – von einem Interkommunalen Gewerbegebiet  und einer Anschlussstelle Hünsborn schwadroniert, schürt nur Unruhe. Auch  „Schaufensterpolitik“, um parteipolitische Aufmerksamkeit zu erzielen, dient nicht der Sache.

Mit diesem Beitrag will die UWG-Ratsfraktion besonders die Bürgerinnen und Bürger in Hünsborn sachlich aufklären und unbegründete Ängste nehmen.

Dornseifer – Investition, ein Segen für die Gemeinde Wenden

Der Hauptstandort des Unternehmens in Hünsborn wird umgebaut, modernisiert und erweitert. Baubeginn 2018, Kosten ca. 12 Mio. €. Und besonders erfreulich: bis 2020 sollen 30 neue Arbeitsplätze in der Gemeinde geschaffen werden. Die gesamten Maßnahmen werden auf betriebseigenem und angekauftem Gelände durchgeführt.

Diese Computer-Grafik zeigt den geplanten Um- und Neubau an der Siegener Straße in Hünsborn (Quelle: Munschek Process Consulting)

Vor dem Hintergrund, dass die Gemeinde selbst keinen Quadratmeter Gewerbefläche mehr anbieten kann, und aus Platznot bzw. mangels Erweiterungsmöglichkeit schon zwei florierende Unternehmen aus der Gemeinde abgewandert sind, erscheint die geplante Investition der Firma Dornseifer in Hünsborn wie ein Segen für die Gemeinde Wenden.

„Das tut dem Gewerbestandort Wenden richtig gut“, begrüßte Uli Heinrich in der Bauausschuss-Sitzung am 11. 10. 2017  das Bekenntnis von Peter Dornseifer, einem der beiden Firmenchefs, dem Unternehmen ein „zukunftsfähiges Zuhause in der Gemeinde Wenden zu schaffen“.

Wie wichtig Unternehmen mit ihren Arbeitsplätzen und die von ihnen erbrachte Gewerbesteuer für das Wohl der Gemeinde sind, dürfte allgemein bekannt sein. Umso dringender sind neue Gewerbeflächen in dem neuen Flächennutzungsplan auszuweisen. Das ist aber ein besonderes Kapitel, worüber noch berichtet wird.