Wird in der Gemeinde Wenden am Bedarf vorbei gebaut?

 

Das behauptet jedenfalls eine Studie der Deutschen Wirtschaft, die den Baubedarf in der Gemeinde Wenden mit 110% als überfüllt ansieht (WR 20. 06. 2017). Dass dem nicht so ist, belegen schlüssig die Bewerberzahlen um ein gemeindliches Baugrundstück. Allein für das in der Planung befindliche Neubaugebiet „Obstwiese“ an der Bergstraße in Wenden liegen um die 30 Bewerbungen vor, im gesamten Gemeindegebiet dürfte es über 70 Interessenten sein, die ein Baugrundstück aus Gemeindeeigentum suchen.

Vorgesehene Baugrundstücke im Bebauungsplan „Obstwiese“. Auf den Parzellen 11, 12, 13 und 14, jeweils rund 1000 m² groß, ist je ein Mehrfamilienhaus mit bis zu vier Wohneinheiten vorgesehen.

Es wird also höchste Zeit, dass neue Baugebiete erschlossen werden, damit die potenziellen Bauherren ihren Wunsch nach dem eigenen „Häuschen“ möglichst schnell erfüllen können. Man will verständlicherweise die  (sehr) niedrigen Zinsen  nutzen. Die sich trotz steigender Baukosten günstig auf die Gesamtkosten auswirken. Auch wenn die Baukosten steigen, wirken sich die niedrigen Zinsen günstig auf die Gesamtkosten aus.

Aber ein bisschen Geduld müssen die Bauwilligen schon haben. Der  in Arbeit befindliche Flächennutzungsplan, in dem neue Wohnbaugebiete ausgewiesen werden, wird voraussichtlich nicht vor  Mitte 2018 rechtskräftig sein.

 

Nur als Kirmes-Imbissbuden-Stand zu schade

Die gemeindeeigene Freifläche an der Ecke Hünsborner Straße/Hauptstraße (siehe Foto) liegt das ganze Jahr über brach. Dieses „Filetstück“ (so die WP/WR) wird bislang nur an den drei Kirmestagen für die Imbiss-/Getränkestände der Fa. Dornseifer genutzt. Das soll nach dem „20 Punkte-Plan“ der örtlichen Gemeinderatsmitglieder zur Verschönerung des Zentralortes Wenden geändert werden. Ihr Antrag an den Bürgermeister, den Platz für die Öffentlichkeit herzurichten, unter anderem durch Aufstellen von Spielgeräten und Sitzgelegenheiten, wurde vom Bauausschuss am 21. Juni 2017 beschlossen. Über das „Wie“ der Gestaltung wird noch in Abstimmung mit der Fa. Dornseifer zu reden sein. Die soll keinesfalls „verjagt“ werden, sondern als Kooperationspartner beteiligt werden. Sozusagen als „Platzpate“, wie es Uli Heinrich im Bauausschuss vorschlug.