LEADER-Projektvorschlag der UWG-Ratsfraktion

 

 

 

BiggeLand-Echt.Zukunft

ist der (Marken-)Name der Leader-Region Attendorn, Olpe, Wenden, Drolshagen. Diese Bezeichnung schreit förmlich danach, den Fluss Bigge als verbindendes Element als Leaderprojekt aufwertend zu gestalten. Dazu reichen wir folgenden Vorschlag ein.

  1. Projektname (vorläufiger Arbeitstitel)

 „Erlebnis-/Landschaftsraum Bigge“ (Wendener Bigge/Wasser – Themenweg?)

 2. Handlungsfeld

Das Projekt entspricht im Wesentlichen dem Handlungsfeld 4 der Leader-Bewerbungs-Richtlinien:

  • Die Erlebnisqualität der (Nah-)Erholungsregion „Wendener Land“ durch das Projekt der einheimischen Bevölkerung und Besuchern bewusster machen
  • Das Element Wasser auf moderne, ansprechende und pädagogische Weise und durch Selbsterfahrung näher bringen
  • Umwelt- und Naturbewusstsein fördern, sowohl bei (Schul-)Kindern als auch bei Erwachsenen
  • Verbesserung des Freizeit-/Erholungswertes der Bürgerinnen und Bürger, die die Besonderheit ihrer Heimat erleben
  1. Projektthemen

  Ausgewählte Projektschwerpunkte sind die Themenbereiche

  • Ursprung des Wassers
  • Lauf des Wassers
  • Tiere/Pflanzen im/am Wassers
  • Erlebnis-/Spielorte im/am Wasser
  • Kraft des Wassers
  • Spiel des Wassers
  • Kunst im/am Wasser
  1. Projektmaßnahmen

Nachfolgend einige Beispiele, Ideensammlung, ohne Rangfolge/Gewichtung, ergänzende Beiträge/Alternativen ausdrücklich erwünscht;  letztendlich bleibt das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie abzuwarten, welche Einzelmaßnahmen praktisch umgesetzt werden können.

Schaffen von attraktiven und interessanten Erlebnis-/Anziehungspunkten, interaktiven Stationen, Informationsstellen und Ruhe-/Spielzonen, z. B.

  • beginnend an der Quelle in Römershagen
    • diese freilegen, attraktiv und informativ gestalten (was ist Wasser chemisch/physikalisch, „wie“/“warum“ kommt es hier aus der Erde, usw.)
  • entlang des weiteren Flusslaufes – an geeigneten Stellen:
    • Ansiedeln von standortgeeigneten Pflanzen und Tiere am/im Wasser
  • Kraft, Energie des Wassers
    • Aktive Selbstversuche: Beispiel: Wie hoch kann man durch sein Gewicht Wasser spritzen lassen
    • Mini-Modellkraftwerk zur Stromerzeugung, Wasserrad
  • Leben im Wasser
    • Kleintiere sichtbarer machen durch „Unterwassersehrohre“
  • Ruhezonen
    • Zugang zu Uferzonen, zum Wasser (Beobachtung des „Wasserspiels“)
    • Picknick-Terrassen
    • Barfußstege
  • Wasserspiel- und erlebnisplätze (nicht nur für Kinder)
    • a. Hängebrücke oder Hängefähre über den Fluss oder Teich
  • Für die Kleinen/Schulkinder
    • „Besuch beim Wassermann“,
    • Spiel des Wassers/Wasserspiele
    • Wasserschule
    • Naturnaher Bio-/Ökologieunterricht
  • Stärkeres Einbinden der Wendener Hütte
    • ohne das Biggewasser hätte es die gar nicht gegeben
  • Info-/Schautafeln mit örtlichem Bezug
  • Ertüchtigungspunkte/-strecken
    • Trimm-Dich-Geräte (?)
  • Schutz des Wassers, Klären des Schmutzwassers
    • Gehört auch zum Wasserkreislauf
    • Wie wird aus Schmutzwasser wieder sauberes Biggewasser?
    • Einfaches Mini-Modell einer Kläranlage (durch Ruhrverband!?)
  • Wasserkunst
    • Skulpturen, Plastiken – möglichst mit Bezug zum Wasser
  1. Projektziel/-ergebnis
  • Hoher Freizeitwert für Einheimische
  • Für Fremde/Besucher günstige Verkehrslage am AB – Kreuz
    • auch Schulbesuche/-fahrten
  • „Wendener Wasser –Themenweg“ als innovatives Marketingprodukt
    • Gemeinde Wenden muss „Marke“ werden (so BM)
  • Alleinstellungsmerkmal, in der Region nichts Vergleichbares
  • Besonders angesprochen werden auch Radfahrer und Wanderer durch direkten Zugang zu interessanten Bastionen
  • Belebung der (angrenzenden) Gastronomie
  • Einbeziehung und Beteiligung der Wendener Hütte (und des Teiches) erhöht auch deren Anziehungskraft
  • Hinweis/Beschilderung an A 4 und A 45 mit „braunen“ Infotafeln auf lokale Sehenswürdigkeiten

 Projektträger

Aufgrund der Komplexität des Projektes, hier vor allem wegen

  • Vorabuntersuchung/Machbarkeitsstudie
  • Prüfung und Beachtung wasserrechtlicher Vorschriften und Belange der Fischerei
  • hohem bürokratischen Aufwand beim Antrags-/Förderungsverfahren
  • Bauaufsicht
  • Abrechnen der Maßnahmen, Finanzkontrolle

ist die Gemeinde  als Projektträger gefragt (wie es z. B. bei manchen Vorhaben im HSK der Fall ist).

  1. Bürgerbeteiligung, Zusammenarbeit, Sponsoring

An diesem anspruchsvollen Projekt können und sollen sich selbstverständlich Bürger und Bürgerinnen, Organisationen, Vereine und Unternehmen (u. a.) in Zusammenarbeit mit der Verwaltung  beteiligen und dieses mittragen.

  1. Mitgliedschaft im „Tourismusverband Lister-/Biggesee“

Durch Beschluss des Gemeinderates ist die Gemeinde dem „Tourismusverband Lister-/Biggesee beigetreten. Wenden ist zwar kein direkter Anrainer von Lister- oder Biggesee, gleichwohl ist die Gemeinde mit dem Biggesee insoweit verknüpft, als dass die Bigge, ohne die es den Biggesee nicht gäbe, im Wendschen entspringt und hier wohl ihren längsten Flusslauf hat. Aus dieser Sicht macht die Mitgliedschaft im Tourismusverband „Lister-/Biggesee“ erst richtig Sinn und kann zu Vorteilen im Tourismus und Fremdenverkehr führen, eigene Aktivitäten und offensives Marketing vorausgesetzt. Auch vor diesem Hintergrund ist die „Wendsche“ Bigge als Leader-Projekt aufzuwerten.

Schlusswort

Wenn wir die Gemeinde Wende weiterbringen, also zukunftsfähig machen wollen, dann dürfen wir uns nicht mit „Klein-Klein“ begnügen. Vielmehr müssen wir gemeinsam  (Bürger, Verwaltung, Politik, Vereine, Unternehmen, Organisationen u. a.) anspruchsvollere Prozesse einleiten und realisieren! In diesem Sinne ist der vorliegende Leader-Projektvorschlag als Fortschreibung des 10 Punkte-Plans des Bürgermeisters zu sehen.

Im Namen der UWG-Ratsfraktion und Kontakt:

Ulrich Heinrich, 57482 Wenden, Am Berge 5, 02762 5677, heinrich@uwg-wenden.info

 

 

 

Veröffentlicht unter LEADER

Was macht eine Schule attraktiv? Wodurch bekommt eine Schule einen „guten Ruf“?

Am 27. September 2016 beantragte die CDU-Fraktion, insgesamt 500.000 € in die Neugestaltung  der Außenanlagen des Konrad-Adenauer-Schulzentrums (KAS) zu investieren. Als Schwerpunkte  sollen

  • eine Bike-Anlage (im Wald oberhalb der Schule) und
  • eine Skate-Anlage (mit Lärmschutzwand)

erstellt  werden. Der Vorstoß der CDU entspricht inhaltlich der von Bürgermeister Clemens in seinem 10 Punkte-Zukunftsplan geplanten Maßnahme.

aussenanlagen-kas

Diese Maßnahmen, so die Meinung der CDU-Fraktion, würden maßgeblich dazu beitragen, das Image des Schulzentrums aufzuwerten und die Schule noch attraktiver  zu machen.

  • Fragt sich nur, wann die Schüler/-innen biken oder skaten sollen?
  • In den Pausen? Vor oder nach dem Unterricht? In den Ferien? Am Wochenende? Im Sportunterricht?
  • Bringen die auswärtigen Schüler/-innen ihre Sportgeräte im vollbesetzte Schulbus mit?
  • Wie kommen sie nach Hause, wenn sie diese nach Schulschluss noch benutzen wollen?
  • Was sagt die Schule  bzw. die Lehrerschaft dazu?
  • Wie ist das mit der Aufsichtspflicht?
  • Wer haftet bei Unfällen bzw. Verletzungen, die gerade bei diesen dynamischen Sportarten nicht auszuschließen sind.

Damit die Nachbarschaft durch das Skaten, das nervende Klappergeräusche erzeugt, nicht noch mehr belastet wird, soll sie eine Lärmschutzwand schützen, bis zu 100 m lang und ein paar Meter hoch! Dann wirkt der Schulhof wie ein Gefängnishof!

Neben diesen offenen Punkten, stellt sich die Kardinalfrage:

  • Lässt sich die Attraktivität – also die „Anziehungskraft“ oder der „gute Ruf“ – einer Schule  dadurch steigern, indem den Schülern/-innen die Möglichkeit geboten wird, auf dem Schulgelände  bzw. in dessen Nähe zu skaten oder zu biken?
  • Interessiert das wirklich bei der Schulwahl?  Hat das Einfluss auf die Entscheidung  der Eltern, welche Schule ihre Kinder besuchen?  Wohl kaum!

Die Schule muss mit ihrer pädagogischen Qualität  überzeugen – und sich damit gegen die Konkurrenz in der näheren Umgebung behaupten.

Dazu hat die Politik  die bestmöglichen Rahmenbedingen zu setzen. Dazu kann auch die sinnvolle (Um-)Gestaltung des Schulhofes beitragen. Wie wäre es mit einem „Outdoor-Schachfeld“? Das bringt zwar nichts für die körperliche  Ertüchtigung, jedoch jede Menge fürs Gehirn!  Und macht keinen Krach! Eine teure und unansehliche Lärmschutzwand würde entbehrlich

  • Investieren wir noch mehr in die Schule der Zukunft, anstatt dort in Bikebahn und Skateanlage!
  • Rüsten wir die Schule  mit modernsten und pädagogisch sinnvollen und gebräuchlichen Lehrnmitteln und Technik aus, in Absprache mit Lehreren und Schulleitung
  • Machen wir die Schule und die Schüler/-innen  fit für die „digitale Welt“  – die in aller Munde ist, und besonders die berufliche Zukunft beherrschen wird
  • Schaffen wir die Rahmenbedingungen für die „digitale Schule“ – als Herausstellungsmerkmal!

Standpunkte der UWG-Fraktion:

  • Angemessene Umgestaltung der Außenanlagen der KAS ohne Skatebahn
  • Verzicht auf Bikebahn im Wald oberhalb der KAS; das Gelände könnte als Standort für die mögliche Kulturhalle infrage kommen; da zudem in Gerlingen ein ähnliche Anlage als Leader-Projekt geplant ist, dürfte sich eine weitere an der KAS erübrigen.
  • Notwendigkeit und Standorte für auch solche Sportstätten sind im Zuge des Sportstättenentwicklungskonzeptes zu prüfen
  • Umwandlung/Neugestaltung der Schulhöfe für sämtliche  Schulen  in der Gemeinde planen