CDU-Mitglied lobt die Schulpolitik der UWG!

Sehr geehrte UWG-Gemeinderatsmitglieder, ich möchte an dieser Stelle keinen Antrag stellen sondern einfach mal meine persönliche Wertschätzung für eure Argumentation und Einstellung zu den aktuellen Themen „Schulentwicklungsplan“ und „Nutzung von Turnhallen für Flüchtlingsaufnahme“ zum Ausdruck bringen. Obwohl ich, wie ihr wisst, selbst CDU-Mitglied bin, finde ich es beschämend, dass die CDU-Fraktion sowie der Rat der Gemeinde Wenden, sämtliche Zahlen und Fakten sowohl der biregio-Studie, als auch der aktuellen Auslastung der Turnhallen von Rothemühle und Ottfingen außer Acht lassen. Hier geht man scheinbar einfach den Weg des geringsten öffentlichen Widerstandes, ohne der Qualität von Bildung auch nur im entferntesten Rechnung zu tragen. Scheinbar ist die UWG als einzige Fraktion im Rat in der Lage, die beiden Themen sachlich und fachlich zu beurteilen. Wie ihr richtig festgestellt und angesprochen habt, geht es einzig und alleine um die bestmögliche Qualität der Bildung und um die Kinder. An dieser Stelle daher meine Hochachtung und Anerkennung. Gruß….

Hinweis: Aus Datenschutzgründen und damit das CDU-Mitglied, das uns diese Mail zugesandt hat,  keinen Ärger mit „seiner“ Partei bekommt, wird sein Name weggelassen.

Unterbringung von Flüchtlingen in Turnhallen

Wie schon bei der Besichtigung am 17. 09. 2015 festgestellt und in der Vorlage für die Gemeinderatssitzung am Mittwoch, 30. 09. 2015 bestätigt, sind aus baulicher Sicht die Schul-Turnhallen in Rothemühle und Ottfingen für die vorübergehende Unterbringung von Flüchtlingen gleich gut geeignet.
Wenn man angesichts des vorgesehenen Nutzungszwecks überhaupt von „gut“ sprechen kann. Das ist ja kein menschenwürdiges Leben – nur bloßes Überleben.
Hinsichtlich der Gebrauchsfähigkeit unterscheiden sie sich lediglich in Nuancen. Diese sind nicht entscheidungserheblich.
Von „Abschotten“ war während des Termins in der Ottfinger Turnhalle nicht die Rede. Es sei ausreichend für den Brandschutz, so die Bauaufsicht, wenn der Zugang ins Treppenhaus verschlossen sei. Der Zugang vom Katharinenweg – etwa 15 m lang und ca. 2.00 m breit – kann ohne großen Bauaufwand mit Schotter befestigt werden; siehe Foto.Turnhalle Ottfingen
Insoweit sind die Voraussetzungen für das vorübergehende Einquartieren von Flüchtlingen weitestgehend gleich. Folglich sollten bei der Auswahl der infrage kommenden Turnhalle vor allem schulische Kriterien die entscheidende Rolle spielen.
So sieht es auch die Verwaltung: Die Einbußen für die Schulen (und Vereine) sind so gering wie möglich zu halten, heißt es in der Vorlage. Leider – und unverständlicher weise – wird dieser richtigen Zielvorstellung nicht gefolgt.
Denn die weitaus geringste Beeinträchtigung würde die Schule in Ottfingen erfahren.
Hier fielen wöchentlich nur sieben – momentan wohl nur vier – Schulsportstunden aus, gegenüber bis zu 20 Stunden in Rothemühle, wo auch die Ganztagsbetreuung leiden würde, die es in Ottfingen (noch) nicht gibt! Und wofür die Eltern bezahlen!
Ungeachtet dessen wird die Rothemühler Turnhalle als 1a-Standort präferiert und wird, sofern erforderlich, als erste mit Flüchtlingen belegt, wie es die Verwaltung vorgeschlagen und der Gemeinderat mit Mehrheit beschlossen hat.
Die UWG-Fraktion hat aus den vorgetragenen sachlichen Kriterien dem Beschlussvorschlag nicht zugestimmt. Mit der Schulstandortdiskussion, die ja bekanntlich gerade von Ottfinger Seite heftig angeheizt wurde, hat unsere Entscheidung absolut nichts zu tun. Allein schulische Aspekte spielten die entscheidende Rolle.
Und in Ottfingen würde man wohl sogar Verständnis zeigen für die Unterbringungen von Flüchtlingen in der Turnhalle. „Wir sind alle aufgerufen, diesen Menschen in ihrer Notlage zu helfen und zu zeigen, dass sie willkommen sind“, heißt es unter anderem in einem in der Ortschaft verteilten Infoblatt (SZ 19. 9.2015)
Also liebe Ottfinger, „lasst uns zusammen diese Situation meistern“, so wie euer Aufruf endet.