Wie konnte es zu der massiven Schimmelbildung in der Gerlinger Turnhalle kommen?

Am 29. April 2015 beschloss der Gemeinderat in öffentlicher Sitzung zur Sanierung des Turnhallenbodens der Grundschule Gerlingen eine außerplanmäßige Ausgabe in Höhe von 120.000 €. Die lapidare Begründung „Feuchtigkeitseintritt durch Kondenswasser über einen längeren Zeitraum habe zu schwärzliche Verfärbung der Holzbodenunterseite“ geführt, schreit regelrecht nach Aufklärung und weiteren Hintergrundinformationen, wie es zu dieser massiven Schimmelbildung – offensichtlich nach umfangreichen Isolier- und Dämmmaßnahmen – kommen konnte.
Dazu stellte der UWG-Fraktionsvorsitzende Ulrich Heinrich folgende Fragen:
• Trifft es zu, dass der Hausmeister schon im Jahre 2010 und in den Folgejahren schriftlich auf die sich ausbreitende Feuchtigkeit hingewiesen und vor der Schimmelbildung gewarnt hat, aber darauf nicht von zuständigen Stellen im Rathaus reagiert worden ist?
• Stimmt es, dass dem Hausmeister sogar das Einschalten der Lüftungsanlage untersagt worden ist, um Stromkosten zu sparen?
• Ist es richtig, dass die Turnhalle an das System der aus dem Rathaus gesteuerten Gebäudeleittechnik angeschlossen und von dort aus die Temperatur soweit abgesenkt worden ist, wodurch die Schimmelbildung gefördert sein könnte?

Mittlerweile hat der Bürgermeister die Fragen im Wesentlichen als zutreffend beantwortet.

Zudem stellte die UWG-Fraktion unter anderem den Antrag, dass
• eine Bestandsaufnahme aller Schul- und Nebengebäude durchgeführt
• und darauf fußend ein Sanierungskonzept inklusive der Kosten dem Rat vorgelegt.

Dies hat die Verwaltung zugesagt.