Bürgerantrag abgelehnt: Weg im Anschluss an die Karl-Arnold-Str. wird nicht asphaltiert

Verlängerung Karl-Arnold-Str. Hünsborn 004Die UWG-Fraktion hatte bereits Ende 2014 beim Bürgermeister beantragt, in Hünsborn den mit groben Fräsmaterial gedeckten und folglich schlecht benutzbaren Wirtschaftsweg im Anschluss an die Karl-Arnold-Straße bis zum Gelände des Schäferhundevereins mit Vorsiebmaterial zu ebnen und zu befestigen. Kosten etwa 5.000,00 €. Daraufhin beschloss der Gemeinderat am 25. Februar 2015 einstimmig, dass der Weg, wie von der UWG beantragt, ausgebaut, ja im wahrsten Sinne des Wortes „begehbarer“ gemacht wird, insbesondere auch für Benutzer mit Kinderwagen oder Rollator.

Der von Frau Inge Bruch, Südring 23, dazu nachträglich eingereichte Bürgerantrag, diesen Weg zu asphaltieren, was etwa 20.000 € kosten würde, wurde vom Haupt- und Finanzausschuss am 27. April 2015 insbesondere wegen der bereits aufgrund des UWG-Antrags beschlossenen deutlich kostengünstigeren Ausbaumaßnahme abgelehnt.

UWG-Anträge in der „Haushaltssitzung“

Wir beantragten

1. den Ausbau/Befestigung des Weges im Anschluss an die Karl-Arnold-Str. in Hünsborn mit Vorsiebmaterial; voraussichtliche Kosten 5.000 €, gedeckt aus dem mit 25.000 € ausgestatteten Wegebauprogramm, insoweit kostenneutral, jedenfalls keine weitere Belastung des Haushalts; siehe dazu Fotos in der „Galerie“

2. den Arbeitskreis Musikschule heute offiziell zu besetzen und einen Termin für die erste Arbeitssitzung im zweiten Quartal 2015 festzulegen

3. den im Dezember 2014 beschlossenen Arbeitskreis FNPL zu bestellen und zu beauftragen, im Zuge der Aufstellung des neuen Flächennutzungsplans schnellstmöglich mit der Prüfung geeignete Gewerbeflächen zu beginnen und mit der BR abzustimmen

4. im Zuge der Gestaltung des Wendebachtals dazu ergänzend ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept zur Attraktivitätssteigerung des Wohn- und Lebensraumes und zur Förderung des Einzelhandels im Zentralort Wenden zu entwerfen.
Die Maßnahme ist als Erweiterung des LEADER-Projekts „Wendebachtal“ zu sehen. Der vorsorglich gestellte Antrag soll gewährleisten, dass die Maßnahme auch für den Fall umgesetzt wird, falls Wenden nicht als LEADER-Region anerkannt werden sollte.

Mangelhafter Brandschutz durch „Pfusch am Bau“

Der vorbeugende Brandschutz ist ein wichtiger Bestandteil für die Sicherheit von Gebäuden. Eine maßgebliche Rolle kommt dabei der korrekten Ausführung von Elektroinstallationsarbeiten zu. Wie sich jüngst bei einer routinemäßigen Brandschau herausstellte, ist dies im Konrad-Adenauer-Schulzentrum in Wenden leider nicht der Fall.

  • So sind Installationsöffnungen in Wänden und Decken oberhalb der abgehängten Decken, daher normalerweise nicht zu erkennen, nicht abgedichtet („geschottet“) worden, so dass die Gefahr besteht, dass Feuer und Rauch auf andere Räume übergreifen könnten.
  • Des Weiteren sind Elektrokabel oberhalb der abgehängten Flurdecken auf beiden Etagen nicht in sogenannten Kabelrinnen (mit einer bestimmten Feuerwiderstandsklasse) verlegt worden, so dass im Brandfalle die Kabel herunterfallen und die Fluchtwege versperren könnten.
  • Zudem fehlt an besonderen Stellen die brandsichere (Zusatz-)Isolierung von Elektrokabeln, was jedoch mittlerweile nachgeholt wird.
  • Letztendlich ist negativ aufgefallen, dass Elektro- und EDV-Kabel bündelweise an verschiedenen Stellen nicht in (vertikalen) Kabelkanälen geführt werden, sondern offen und ungeschützt herumhängen.

Diese gravierenden Missstände als „Pfusch am/im Bau“ zu kritisieren, wie es Ulrich Heinrich in der Ratssitzung am 25. 02. 2015 tat, ist durchaus angemessen. Denn angelehnt an den Duden wird unter „Pfusch“ liederliche, schlampige Arbeit verstanden. Umgangssprachlich spricht man auch von „Murks“. Solcher liegt unser Erachtens im Konrad-Adenauer-Schulzentrum hinsichtlich der Brandschutzmängel vor. Das gilt auch für das nicht fachgerechte Einsetzen einer Außentür und das Nichtverputzen einer nachgemauerten Stelle in einer Außenwand, wodurch Wasser ins Gebäude (u. a. Sporthalle) eindringt.
Dabei ist doch die Frage berechtigt, ja, sie drängt sich doch regelrecht auf, wie es zu diesem Dilemma kommen konnte und wer seinerzeit dafür verantwortlich gewesen sein könnte.
Dass die Mängelbeseitigung voraussichtlich 100.000 € zusätzliche Steuergelder kosten wird und für die sorgfältige Durchführung und Beaufsichtigung der Arbeiten eine externe Fachkraft beschäftigt werden muss, lässt erstens auf das wahre Ausmaß der Brandschutzmängel schließen und könnte zweitens ein Indiz für eine angespannte Personallage im Bauamt sein. Womöglich konnten wegen der Belastung die Elektro-/Brandschutzarbeiten nicht mit der notwendigen Sorgfalt überwacht werden.